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Der Kultursommer 2016 im SalzburgerLand

29. Februar 2016

Zahlreiche Veranstaltungen füllen den Kultursommer 2016 im SalzburgerLand: Festivals, Konzerte, Theatervorstellungen, Lesungen, Ausstellungen, Festwochen und Gespräche an ungewöhnlichen Orten ziehen Prominente, Künstler sowie Kultur- und Naturliebhaber aus aller Welt an. Klassische Konzerte an Seeufern, in Burgen oder auf über 1.800 Meter Seehöhe, Ausstellungen oder musikalische Wanderungen über die Alm halten, was sich Connaisseurs von wahrem Kunstgenuss versprechen.

Die kulturellen Veranstaltungen reihen sich im SalzburgerLand aneinander: Die Sommermonate sind gut gefüllt mit wahren Perlen, die sich Musik-, Literatur- und Kunstliebhaber nicht entgehen lassen sollten. Ob Volkskultur oder Hochkultur, ob arrivierte Künstler oder Newcomer, ob zeitgenössische Musik oder Weltmusik, Konzertsaal oder Almhütte – so vielfältig die Genres und Locations auch sein mögen, so eint die Veranstalter doch ein Ziel: Besuchern einen Kulturgenuss auf höchstem Qualitätsniveau, in familiär-intimer Atmosphäre und an ganz besonderen Plätzen zu bieten.

Wir haben vier Veranstalter bzw. künstlerische Leiter getroffen und befragt:

3 Fragen an Gottfried Franz Kasparek, künstlerischer Leiter des Diabelli-Sommers in Mattsee

  • Was dürfen Besucher beim Diabelli-Sommer erwarten?

Der Diabelli-Sommer ist seit 16 Jahren ein Festival mit vielen Klassikkonzerten, Uraufführungen, zeitgenössischer Musik, Jazz, Welt- und Volksmusik, mit der sogenannten Klassik – von der Renaissance bis zur Gegenwart – im Zentrum. Mir persönlich ist eine Mischung aus Alt und Neu sehr wichtig, daher versuche ich, jedes Jahr eine dramaturgische Verbindung zu schaffen zwischen dem, was die Leute kennen und mögen und dem, was ich mir und unsere Künstler sich wünschen, dass die Leute hören sollten.

  • Was ist für Sie persönlich das Besondere an diesem Festival?

Mattsee ist ein zauberhafter Ort, etwa mit der riesigen alten Linde, dem Schloss oder der barockisierten romanischen Kirche, die über eine fabelhafte Akustik verfügt. Hier im Ort herrscht eine sommerliche Festspielatmosphäre, die auch Besucher aus der Stadt Salzburg und dem Umland schätzen. So etwa hat es Tradition, dass Besucher in der Pause mit Brot und Wein bewirtet werden. So manch ein Künstler oder Besucher hüpft auch noch vor der Veranstaltung in den Mattsee.

  • Was schätzen Besucher und Künstler an dem Festival?

Unsere Philosophie ist es, dem Publikum eine gewisse Vielfalt zu bieten – dabei geht es gar nicht um die Trennung von E- oder U-Musik, sondern um höchste Qualität. Die Künstler fühlen sich hier wohl, weil sie die familiäre, intime Atmosphäre schätzen. Sie gehen auf Tuchfühlung mit dem Publikum und das wiederum schätzen die Besucher: Man ist beim Diabelli-Sommer in Mattsee einfach sehr nahe dran an der Kunst.

16. Diabelli-Sommer | 09.06. – 11.09.2016 | www.diabellisommer.at

 

3 Fragen an Andrea von Goetz,Kuratorin der „sommer.frische.kunst“ in Bad Gastein

  •  Was dürfen Besucher von der „sommer.frische.kunst“ erwarten?

Unsere Künstler kommen aus der ganzen Welt und beziehen in Bad Gastein fünf Wochen ihre Ateliers, um vor Ort und mit den Gegebenheiten zu arbeiten. Besucher haben die Möglichkeit, die Künstler während ihrer Arbeit zu treffen bzw. ihre Werke in der großen Ausstellung zu bewundern. Bei der Auswahl der Künstler bin ich relativ streng. Zeitgenössische Kunst in der Peripherie ist ein schwieriges Thema, ermöglicht uns aber auch ein Alleinstellungsmerkmal. Ich möchte keine Kunst zeigen, die jedem gefällt, sondern ich möchte mit unseren Künstlern in ganz Europa auffallen und im Kunstzirkus wahrgenommen werden. Das ist uns in den letzten Jahren ganz gut gelungen: Viele unserer Besucher, die zur Biennale fahren, kommen vorher noch nach Bad Gastein, darunter internationale Galeristen. Wir bringen Künstler nach Bad Gastein, deren Werke noch nie in Europa zu sehen waren, ebenso wie einheimische Künstler, die einen Bezug zum Ort haben.

  • Was ist das Besondere an Bad Gastein?

Es gibt nichts Vergleichbares zu Bad Gastein. Der Ort ist extrem polarisierend. Bad Gastein ist ein wenig wie das Ostberlin nach der Wende. Für die einen das Schreckensgespenst der Alpen, für die anderen der „Hipster Place“ der Deutschen. Es gibt hier Freiraum; der Ort kann bisweilen morbide oder erdrückend wirken, lässt aber auch ganz viele Gedankenspiele offen.

  • Was hat es mit der „sommer.frische.kunst“ akademie auf sich?

Mit diesem Angebot wollen wir kunstinteressierte Menschen nach Bad Gastein bringen, die unter der Patronanz bekannter Künstler selbst aktiv werden. Hier richtet sich der Fokus zukünftig verstärkt auf den Bereich Fotografie.

sommer.frische.kunst | 10.07. – 31.08.2016 | www.sommerfrischekunst.at 

 

3 Fragen an Hermann Döllerer, Veranstalter der „Festspiele Burg Golling. Kunst und Kulinarik“

  •  Wie hat sich die Veranstaltung in den letzten 16 Jahren entwickelt?

Den Impuls für die Veranstaltung, die bis 2015 „Kleine Festspiele auf der Burg Golling“ hieß, kam eigentlich von den Künstlern selbst. Mitglieder der Wiener Philharmoniker waren Stammgäste in unserem Hotel und sie kamen 1997 mit der Idee auf mich zu, doch einmal für unsere Gäste in der Burg zu spielen. Wir haben das zwei-, dreimal gemacht und dann kam uns die Idee, dass wir daraus auch eine jährliche Veranstaltung machen könnten. Ein Hintergedanke war es auch, die Burg zu neuem Leben zu erwecken.

  • Was ist das einzigartige an den „Festspielen Burg Golling“?

Wir hatten in den vergangenen 16 Jahren großartige Künstler in Golling, die immer wieder gekommen sind: So etwa Fritz Muliar, Luise Martini, Michael Heltau oder Otto Schenk. Jedes Jahr haben wir auch einen „Jedermann“-Darsteller hier und natürlich immer wieder die Wiener Philharmoniker, die den größten Teil des Festivals stellen. Berühmte Künstler mit großer Anziehungskraft in einer familiären Atmosphäre zu erleben, trägt zur Besonderheit des Festivals teil. Otto Schenk beispielsweise hat mir nach seinem letzten Auftritt voll Begeisterung erzählt, wie schön es für ihn war, den Besuchern direkt in die Augen zu schauen. Durch den begrenzten Platz in der Burg Golling für maximal 250 Personen werden wir immer ein kleines, feines Festival bleiben. 2016 freuen wir uns besonders auf Angelika Kirchschlager.

  • Eine weitere Besonderheit ist aber auch die Verbindung von Kunst und Kulinarik?

Die Verbindung, großartige Künstler zu erleben und in einem der besten Restaurants des Landes zu speisen, kommt hervorragend an. Die Eintrittskarte kann mit einem Soupé beim Döllerer kombiniert werden und da trifft man dann auch die Künstler wieder.

Festspiele Burg Golling. Kultur und Kulinarik | 14.07. – 25.08.2016 | www.kumforum.at

 

3 Fragen an Anna Haitzmann, künstlerische Leiterin der Tonspuren am Asitz/Leogang

  •  Was zeichnet die Tonspuren am Asitz aus?

Es sind wohl zwei Alleinstellungsmerkmale: Zum einen versteht sich unsere Veranstaltung als eine Plattform für jede Art von Musik, die nicht kommerziell ist: Wir haben ein klassisches Streich­quartett der Wiener Philharmoniker ebenso im Programm wie Weltmusik, Country-Folk, Volksmusik oder Chorgesang. Alles, was hochwertig ist, passt zu uns: Wir haben das Glück, dass sich unsere Besucher inzwischen darauf verlassen, dass wir eine gute Auswahl treffen. Zum anderen ist es sicherlich der Veranstaltungsort auf 1.870 Meter Seehöhe: Dieser gigantische Ort am Asitz macht die Besucher manchmal ebenso sprachlos wie unsere Künstler.

  • Die Tonspuren sind damit ziemlich einzigartig in Österreich?

Wir haben als Kulturfestival das große Glück, nicht auf öffentliche Gelder angewiesen zu sein. Es sind mehrere Geldgeber da und vor allem die Bergbahnen Leogang sind hier ein großer Impulsgeber. Der Aufwand ist ja gigantisch. Die Bahnen laufen am Abend und in der Nacht nur für die Konzertbesucher und das sind bis zu 700 Menschen bei ausverkauften Veranstaltungen. Die Eintrittspreise sind sehr moderat und beinhalten das Konzert, die Berg- und Talfahrt sowie eine Almsuppe in der Alten Schmiede.

  • Worauf dürfen sich Besucher im Sommer 2016 freuen?

Für 2016 sind die „Carling-Family“, „Federspiel“, das „Ensemble 013“, „We‘ll be Country“ und das „World Percussion Ensemble“ angekündigt.

9. Tonspuren am Asitz | 30.6./14.7./28.7./11.8./18.9.2016 | www.tonspurenamasitz.com


  • Auszug aus dem Kultur-Veranstaltungskalender 2016:

25. – 28.5.2016: Goldegger Dialoge | Goldegg
Die 35. Goldegger Dialoge im Schloss Goldegg stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Aufbruch, Umbruch, Wandel“. www.schlossgoldegg.at

25. – 29.5.2016: 30. Paul Hofhaimer Tage | Radstadt und Flachau
Seit Jahren gilt das Festival für Alte Musik und neue Töne als Geheimtipp unter Musikliebhabern. 2016 ist eine internationale Musikszene mit hochkarätigen Programmen zu Gast in Radstadt und Flachau, unter anderem die „Philharmonie Salzburg“ und das Wiener Akustik-Duo „Die Strottern.“

10. – 12.6.2016: 11. Internationales Chorfestival „Feuer & Stimme“ | St. Michael
Im Rahmen des Chorfestivals kommen zahlreiche Chöre aus dem In- und Ausland mit rund 1.000 Sängern in den Lungau. Ein Ohrenschmaus für Zuhörer! www.feuerundstimme.com

7. – 9.7.2016: Electric Love – Electronic Love Festival | Salzburgring
Eines der drei weltweit besten Festivals für Electronic Dance Music. www.electriclove.at

8.7. – 2.9.2016: @lm:KULTUR – Kunst trifft Alm
Kultur auf der Alm wird im Sommer in Saalfelden und Leogang ganz groß geschrieben. Unter dem Motto „Tradition trifft Modern“ werden wöchentliche Kunst- und Kulturprojekte auf den umliegenden Almen inszeniert. Im „@lm:KULTUR“-Schwerpunkt werden zahlreiche Workshops wie Bastelseminare, aber auch musikalische Leckerbissen wie ein Jodelkurs und Mundart Vibes angeboten. www.saalfelden-leogang.com

8.7. – 13.8.2016: Faistenauer Jedermann
Alle drei Jahre wird der „Jedermann“ unter der 1.000-jährigen Linde am Dorfplatz von Faistenau aufgeführt. Diesen Sommer findet die Aufführung wieder jeweils am Freitag und Samstag statt. www.alte-linde.at

22.7. – 31.8.2016: Salzburger Festspiele | Salzburg/Hallein
In diesem Jahr gastieren die Salzburger Festspiele von 2. bis 21. August 2016 mit William Shakespears Spätwerk „Der Sturm“ auf der Pernersinsel in Hallein. www.salzburgerfestspiele.at

22.8. – 2.9.2016: Alm:Klassik | Bad Hofgastein
Bei freiem Eintritt folgen Wanderer und Musikliebhaber dem Kurorchester und verschiedenen Volksmusikgruppen auf die Almen in Bad Hofgastein. www.gastein.com 

25. – 28.8.2016: 37. Internationales Jazzfestival Saalfelden
Das Jazzfestival Saalfelden bildet einen Fixpunkt im europäischen Musikkalender, insbesondere deshalb, da der Jazzbegriff hier seit jeher sehr offen interpretiert wurde. Man versteht sich als Bühne für das Experiment, für das Neue und Ungewöhnliche. www.jazzsaalfelden.com

15. – 18.9.2016: Schubert in Gastein
Franz Schubert, einer der berühmtesten österreichischen Komponisten, hatte eine ganz besondere Verbindung zu Gastein. Er komponierte hier zwei bedeutende Werke: „Die Allmacht“ und „Das Heim­weh“, eine seiner Kompositionen widmete er ganz dem Gasteinertal: die „Gasteiner Sinfonie“. Im September werden in Gastein seine schönsten Werke in unterschiedlichen Szenerien aufgeführt, wie etwa im Schubert Café, in der Böcksteiner Kirche und der Preimskirche. www.schubertingastein.com

16. – 25.9.2016: Werfenwenger Weis‘ | Werfenweng
International bekanntes Volksmusikfestival, das nur alle drei Jahre stattfindet. In diesem Jahr unter dem Motto „Kräuterkraft & Musikantenzauber“. www.werfenwengerweis.eu

22. – 25.9.2016: Verstörungen | Goldegg
Das „Fest für Thomas Bernhard“ findet alljährlich im Hotel Der Seehof in Goldegg am See statt: Unter der Leitung des Lyrikers, Theaterschriftstellers und Romanautors Albert Ostermaier lesen, spielen und diskutieren hochkarätige Künstler. www.verstoerungen.at 

 

  • Neuer Sound of Music Trail in Werfen

Vor 50 Jahren wurde in Stadt und Land Salzburg der Musicalfilm „The Sound of Music“ gedreht, der in Übersee bis heute das Bild Österreichs und des SalzburgerLandes prägt. Seit Herbst 2015 können Besucher aus aller Welt auf dem neuen „The Sound of Music Trail“ auf den Spuren der berühmten Familie von Trapp wandern. Ausgangspunkt des Trails ist mitten im Ort Werfen, anschließend führt die knapp einstündige Wanderung auf insgesamt zwölf Stationen auf den Gschwandtanger – jene Wiese, auf der eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte gedreht worden ist: Hier lernten Julie Andrews als Maria von Trapp und die Kinder beim Picknick das bekannte Lied „DO-RE-MI“. Eine speziell gestaltete Foto-Szenerie erinnert an diesen Filmausschnitt, aber auch auf dem Weg dorthin laden zahlreiche Aussichtspunkte zum Verweilen, zum Innehalten und zur Rast ein. Der Sound of Music Trail ist ein naturbelassener Wanderweg und ist mit festem Schuhwerk gut zu erwandern.

Urlaubsangebot „The Sound of Music Trail“ – Auf den Spuren der Familie Trapp:
Das Package enthält 2 Übernachtungen inkl. Frühstück in der gebuchten Kategorie, einen Wander­rucksack inkl. SalzburgerLand-Jause für die Wanderung entlang des Sound of Music Trails, leih­weise Picknickdecke und Wanderstöcke, Wanderkarte der Ferienregion Werfen, Besuch eines Werfener Kaffeehauses mit Kaffee und Apfelstrudel sowie eine Original Sound of Music Tor by Panoramatours. Das Package ist im ***Gasthof ab € 195,- und im ****Hotel ab € 259,- pro Person buchbar.
Infos zu diesem & weiteren Packages: Tourismusverband Werfen | T +43 6468 5388 | www.werfen.at