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Richtig gerne in die Schule gehen

24. Januar 2017

Wer hätte gedacht, dass ich in meinem Leben noch einmal auf Skiern stehen, geschweige denn eine Skischule besuchen würde. Ich selber garantiert nicht! Klar, als Kind und Jugendlicher habe ich gerne die Pisten unsicher gemacht, war sicher und schnell unterwegs und hatte auch richtig Spaß dabei. Doch wie das Leben halt so spielt, irgendwann ändern sich die Prioritäten, andere Dinge werden wichtiger. Was bringt mich also jetzt dazu, wieder loszulegen und das alte Können auszugraben? Ja, die Kinder! Die wollten unbedingt ins SalzburgerLand zum Skiurlaub. Und wenn ich ganz ehrlich bin – auch mir macht es wieder Riesenspaß!

Blauer Himmel, Sonnenschein und jede Menge glitzernder Schnee – so empfängt uns Leogang an diesem wunderschönen Wintermorgen. Wir, das sind meine Frau Barbara, unser fast 14-jähriger Sohn Stefan, die 5-jährige Lisa und meine Wenigkeit. Barbara ist, so wie ich auch, schon lange nicht mehr auf Skiern gestanden und hat, bis auf einen Schulskikurs, nie wirklich längere Zeit am Stück auf den Brettern verbracht. Sie wird die nächsten Tage in der Gruppe für erwachsene Anfänger verbringen. „Erwachsene Wiedereinsteiger“, so nennt sich meine Gruppe. Bis vor kurzem wusste ich nicht einmal, dass es so etwas gibt und jetzt bin ich schon bald mittendrin statt nur dabei. Stefan war die vergang­enen zwei Jahre jeweils eine Woche mit der Schule in den Bergen und steht schon richtig gut auf Skiern. Bei ihm geht es wohl eher um den Spaß, die Basics kann er schon. Lisa auf der anderen Seite ist völlig neu in dieser Welt. Winter­sport war bisher so überhaupt nicht ihr Ding, sie konnte mit der Kälte eigentlich nichts anfangen. Doch wenn ich mir ansehe, wie viel Spaß sie bereits jetzt nach kurzer Zeit im Skikindergarten hat, dann wird das wohl nicht lange so bleiben.

Skikurse – garantierter Spaß für Jung und Alt
Vor wenigen Minuten, beim Verlassen der Bergbahn, fand ich mich plötzlich in einer völlig anderen Welt wieder. Die anderen aus meiner Bande waren schon vor mir herauf gefahren und von ihnen war gerade weit und breit nichts zu sehen. Um mich herum ein bunter, lauter Haufen von Menschen, die fröhlich in Skian­zügen herumlaufen, sich in den verschiedensten Sprachen unterhalten und einen wahnsinnigen Spaß zu haben scheinen. Ich muss wohl einen ziemlich verwirrten Eindruck machen, denn sofort kommt Josef, durch Zufall auch mein Skilehrer, winkend auf mich zu und streckt mir lachend die Hand entgegen. „Denk Dir nichts, so geht es bei uns jeden Morgen zu, wenn sich die Gruppen hier oben treffen. Da ist erst einmal der absolute Ausnahmezustand angesagt, aber das legt sich in der Regel schnell. Bist schon vorgefahren und in eine Gruppe eingeteilt?“ „Klar“, sage ich, „Erwachsene Wiedereinsteiger.“ Ein bisschen Stolz schwingt da ja schon mit, dass ich nicht ganz bei Null anfangen muss. Lachend packt er mich am Arm und stellt mich meiner Gruppe vor. Fast alle von ihnen fangen wegen ihrer Kinder wieder an mit Wintersport und sind, so wie ich, auch ein wenig verunsichert. Nach kurzem Aufwärmen – Josef turnt vor – geht es dann auch schon die paar Meter hinunter zum Sessellift. Das geht ja schon mal ganz gut. Langsam legt sich meine Nervosität. Plaudernd vergeht die Auffahrt wie im Fluge und oben angekommen freu ich mich schon richtig oft die ersten Schwünge. Ohne Sturz komme ich unten an. Wie bin ich stolz! Ich bin wieder eingestiegen. Als Erwachsener.

Spielend Skifahren lernen
Den Vormittag verbringen wir damit, wieder Sicherheit am Ski zu erlangen. Wie sagt Josef so schön: „Skifahren ist wie Radfahren, das verlernt man nicht.“ Na ja, ein bisschen eingerostet sind wir ja schon, aber irgendwie hat er trotzdem recht. Kurz vor Mittag möchte ich dann Lisa und ihrer Gruppe einen Besuch abstatten. Kaum habe ich den Ski-Kindergarten betreten, trifft mich auch schon etwas am Rücken und noch bevor ich überhaupt realisiere, woher ich denn so plötzlich angegriffen werde, packt mich Skilehrerin Anette am Arm und zieht mich zu Boden. „Versteck dich, sonst war das nicht der einzige Schneeball, der dich heute treffen wird!“, ruft sie freudestrahlend und wirft einen Ball zurück auf die laut schreiende Meute um uns. „Bei den Zwergerln, also den kleinsten Skischülern, kannst du nicht den ganzen Tag nur Technik unterrichten. Da verlieren sie schnell das Interesse und wollen nach Hause. Also spielen wir hier, machen immer wieder Pausen und lassen den Spaß nicht zu kurz kommen. So haben die Kleinen eine super Zeit – und wir natürlich auch“, erzählt sie mir, während sie ‚ihre’ Kinder wieder zusammentrommelt, um mit ihnen die Pizza, ja, so nennt man den Schneepflug heute korrekt, und die ersten Bögen am Hang zu üben. Am Nachmittag sehe ich dann kurz einmal die Gruppe von Stefan an meiner vorbeizischen. Das sieht schon sehr toll aus. Um die braucht man sich keine Sorgen zu machen, die haben richtig Spaß.

Die vielen Gesichter des Wintersports
Bei mir geht es ehrlich gesagt auch immer besser und vom Stress und der Unsicherheit der ersten Abfahrten ist nicht mehr viel übrig. Skifahren ist einfach toll, wie konnte ich das nur so lange vergessen? Unten an der Talstation mache ich dann eine für mich ziemlich außergewöhnliche Entdeckung – ein Skifahrer, der von einem Lenkdrachen schnell über ein Feld gezogen wird! Josef sieht meine Unsicherheit und bringt ein wenig Licht ins Dunkel: „Die Zeiten, in denen Skifahren und Snowboarden die einzigen beiden Optionen waren, sich am Berg auszutoben, sind lange vorbei. Heute bieten wir neben den Klassikern auch noch viele andere Sportarten an: Snowbiken, Schneeschuhwandern und eben Snowkiten. Solltest auch einmal probieren.“ Ne, denk ich mir. Heuer genügt mir das Skifahren voll und ganz. Aber vielleicht nächstes Jahr? Wer weiß…

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