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Die Top-10 der Bergseen im SalzburgerLand

2. März 2017

Ich wandere für mein Leben gern. Durch die Natur zu marschieren, den Alltag im Tal zu lassen, die frische Bergluft zu atmen und mich frei zu fühlen – eine schönere Auszeit gibt es für mich nicht. Besonders gefallen mir dabei jene Touren, an deren Ziel ein wunderschöner Gebirgssee liegt. An dem ich meine Füße in das glasklare Wasser strecken kann, sich die umliegenden Gipfel der Alpen im Wasser spiegeln und wo die Zeit still zu stehen scheint. Hier fällt es leicht, die Gedanken zu ordnen und eine gute Zeit zu haben. Ja, vielleicht auch einmal den Sprung in das kühle Nass zu wagen. Das SalzburgerLand ist ja Gott sei Dank gesegnet mit einer Vielzahl an idyllischen Bergseen. Hier sind meine persönlichen Top-10.

Oberer Landschitzsee
Der Obere Landschitzsee liegt auf über 2.000 Metern Seehöhe und befindet sich im Lessachtal im Lungau. Mit 500 Metern Länge und gut 100 Metern Breite ist er nicht allzu groß, ihm liegt jedoch eine große natürliche Schönheit inne. Die Wanderung beginnt am Parkplatz der Jausenstation Laßhoferhütte, führt dann ca. einen halben Kilometer taleinwärts, bevor es rechts hinein in das Landschitzt­al geht. Neben dem Landschitzbach wandert man auf dem wildromantischen und nicht allzu schweren Steig durch schattige Wälder, bis man die drei hinterein­anderliegenden Landschitzseen erreicht. Der Obere liegt herrlich in einem Kessel, in ihm spiegelt sich das 2.463 Meter hohe Hochlahneck. Auch wenn der Aufstieg schweißtreibend ist, lohnt er sich.
Gehzeit: ca. 3 Stunden | Schwierigkeit: mittel | Kondition: mittel

Tappenkarsee
Um den Tappenkarsee in der Nähe von Kleinarl im Pongau zu erreichen, sollte man schon etwas Zeit einrechnen. Denn auch wenn der Weg entlang des nahe gelegenen Jägersee anfangs leicht und gemütlich anmutet, so steigt dieser plötzlich steil nach oben und fordert seinen Tribut. Serpentine für Serpentine müssen entlang eines imposanten Wasserfalls zurückgelegt werden. Da kommt man schon einmal ins Schwitzen. Doch die Belohnung für all die Mühen lässt nicht lange auf sich warten und plötzlich liegt er vor einem – einer der schönsten und höchstgelegenen Gebirgsseen der Ostalpen. Glitzernd in der Sonne, umgeben von imposanten Bergen, die ein Hufeisen um den See zu bilden scheinen und mit einer Schönheit gesegnet, die man so nicht allzu oft sieht. Kann man sich irgendwann von diesem Panorama losreißen, dann wartet in der Tappenkarseealm oder Tappenkarseehütte die wohlverdiente Stärkung.
Gehzeit: ca. 5-6 Stunden | Schwierigkeit: mittel | Kondition: eher hoch

Kratzenbergsee
Als größter, natürlicher Bergsee in den gesamten Hohen Tauern stellt der idyllische Kratzenbergsee ein beliebtes Wanderziel dar. Hoch auf 2.167 Metern über Hollersbach im Pinzgau gelegen, wird er von einigen imposanten 3.000ern, wie dem Kratzenberg, umgeben und ist Teil der Venedigergruppe. Ausgangs­punkt der Wanderung ist das Gasthaus Edelweiß im Hollersbachtal. Von hier wandert man taleinwärts in südlicher Richtung zur neuen Fürther Hütte und weiter zum Kratzenbergsee.
Gehzeit: ca. 3 Stunden | Schwierigkeit: leicht bis mittel | Kondition: eher leicht

Die Paarseen
Die Paarseen in den Bergen über St. Veith im Pongau zählen ohne Zweifel zu den idyllischsten Plätzen der Region. Eingebettet in wunderschöne Alpenrosenfelder, behütet von den Gipfeln von Luxkogel und Hasseck und mit einem spektakulären Blick auf die Südwände des Hochkönigs lässt es sich an den beiden Seen wunderbar ausspannen und die Abgeschiedenheit genießen. Auch wenn die Seen ebenfalls aus dem Gasteinertal zu Fuß erreichbar sind, bietet es sich an, von St. Veith zur Aualm aufzufahren und von dort die Tour zu beginnen. Vorbei an grasenden Rindern, geht es auf drei alternativen Routen hinauf zu den Seen. Augen offen halten lohnt sich hier besonders, denn im Naturschutzgebiet Paarseen findet man besonders seltene Pflanzen und geschützte Tierarten.
Gehzeit: ca. 3 Stunden | Schwierigkeit: mittel | Kondition: eher leicht

Der Seewaldsee
Umgeben von Streuwiesen, Almmatten und dichten Wäldern liegt der Seewaldsee auf knapp 1.100 Metern in einem Naturschutzgebiet in der Nähe von St. Koloman im Tennengau. Aufgrund seiner Moor- und Sumpfvegetation finden sich hier seltene Pflanzenarten wie der Teichschachtelhalm, der Fieberklee oder die Rosmarienheide. Berühmtheit erlangte der Seewaldsee im Jahr 2008, als hier einige Szenen des Films ‚Season of the Witch’ mit Nicolas Cage gedreht wurden. Erreichbar ist er bequem mit dem Auto und auch an Einkehrmöglichkeiten mangelt es hier nicht. Unbedingt besuchen sollte man auch das nahe Bärenloch, um das sich so manche Sage ragt.
Gehzeit: 15 Minuten | Schwierigkeit: leicht | Kondition: leicht

Reedsee
Nicht gerade leicht zu erreichen, dafür umso idyllischer ist der Reedsee im Gasteinertal. Ohne Zweifel einer der schönsten Bergseen der Alpen. Ausgangspunkt des Aufstiegs ist das ehemalige Hotel Grüner Baum im Kötschachtal. Zuerst dem Weg taleinwärts folgend, steigt man später über Serpentinen den Reedgraben hinauf zum See. Sich im Wasser spiegelnde Dreitausender, absolute Abgeschiedenheit und glasklares Wasser – die Strapazen der Wanderungen lohnen sich allemal und werden mit einem Naturerlebnis belohnt, das man in solch unaufdringlicher Perfektion wahrlich selten findet. Da keine bewirtschaftete Hütte am Reedsee auf die Besucher wartet, sollte man selbst für ausreichend Verpflegung sorgen.
Gehzeit: 5 Stunden | Schwierigkeit: mittel | Kondition: mittel bis hoch

Zwerfenbergsee
Weit abseits jeglichen Trubels und inmitten der imposanten Gipfel des Salzburger Lungaus liegt der Zwerfenbergsee auf gut 2.024 Metern. Lediglich durch eine längere Wanderung aus dem Lessachtal erreichbar, bekommt der Begriff Bergwelt hier eine völlig neue Bedeutung. Vom See aus bieten sich weitere Wanderungen ins umliegende Gebirge an. Hier ist für jede Schwierigkeitsstufe etwas dabei.
Gehzeit: 6 Stunden | Schwierigkeit: mittel | Kondition: mittel

Zaunersee
Vorbei an den vielen Almblumenwiesen, deren Blüten zum Schmuck der Zederhauser Prangerstangen verwendet werden, führt der Weg vom Riedingtal hinauf zum Zaunersee und zur Franz Fischer Hütte. Eingebettet in einem kraterähnlichen Kessel, blickt der See ehrfürchtig zu den Gipfeln der Wildkarhöhe und des Stierkopfes auf und spiegelt deren Antlitz im glasklaren Gebirgswasser. Von hier aus beginnt auch der Weg zum Tappenkarsee in den benachbarten Pongau. Doch allein der Blick hinab auf den wunderschönen See zahlt sich allemal aus.
Gehzeit: 4 Stunden | Schwierigkeit: eher leicht | Kondition: leicht bis mittel

Weißsee
Auch wenn der Weißsee in Pinzgauer Stubachtal ein von Menschenhand geschaffener Gebirgsstausee ist, zählt er doch zu den schönsten Bergseen des SalzburgerLandes. Erreichbar ist die wunderschöne und hochalpine Gegend auf gut 2.300 Metern Seehöhe über die Weißseer Gletscherbahn, die im Winter auch zum Skifahren einlädt. Am Ostufer des Sees befindet sich das Berghotel Rudolfshütte, von wo aus man eine Wanderung über den Kaiser Tauern hinunter nach Osttirol antreten kann. Ebenfalls ganz in der Nähe befindet sich seit 1962 die Wanderfalter-Beobachtungsstation des Forschers Karl Mazzucco.

Eibensee
Der über das Naturschutzgebiet Wildmoos in der Fuschlseeregion erreichbare Eibensee liegt ziemlich genau zwischen Fuschlsee und Mondsee. Hier liegt er idyllisch inmitten von sanften Hügeln und dichten Wäldern. Das Wasser glitzert smaragdgrün, ist äußerst fischreich und lockt Wanderer zur wohlverdienten Abkühlung. Vom See kann man auf das nahe Marienköpfl (1.074 Meter) aufsteigen, von wo aus man einen spektakulären Blick auf den See genießen kann.
Gehzeit: 3 Stunden | Schwierigkeit: mittel | Kondition: leicht bis mittel