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Lungau: Neue Kampagne setzt auf Trendthema Entschleunigung

10. März 2017

Die Lebenswelt des modernen Menschen ist von Sehnsucht geprägt: Sehnsucht, die Stadt hinter sich zu lassen und aufs Land zu fahren. Sehnsucht, die Gleichgültigkeit abzustreifen und sich selbst zu spüren. Sehnsucht, von der „virtual reality“ zur Echtzeit zurückzukehren. Die Suche nach dem Sinn ist ausgeprägter denn je und der Urlaub die perfekte Zeit, um auf dieser Suche fündig zu werden. Mit der neuen Kampagne „ECHT.SEIN. – Salzburger Lungau. Urlaub, der erdet“ gehen die Ferienregion Salzburger Lungau und neun Gastgeber genau diesen Weg. Sie laden Gäste dazu ein, inmitten schönster Natur und weit weg von den Anforderungen des Alltags ganz im Hier und Jetzt anzukommen und abzuschalten. Der UNESCO-Biosphärenpark Salzburger Lungau bietet die besten Voraussetzungen für eine Auszeit.

Niemand will auf die Annehmlichkeiten der modernen Kommunikationstechniken verzichten, doch manchmal wünscht man das Handy, den PC und das Tablet ganz weit fort. Dauerbelastung, permanente Erreichbarkeit und die ständige Angst, in den sozialen Netzwerken etwas zu verpassen, hinterlässt Spuren: Immer mehr Menschen leiden an Erschöpfung, fühlen sich ausgebrannt, überfordert oder entwickeln Angst- und Paniksymptome. „Wir alle haben Phasen, in denen wir uns überlastet fühlen und das kleine Kind in uns nach der heilen Welt verlangt. Das geht der Top-Managerin genauso wie dem Krankenpfleger oder jungen Eltern. Sich diese Bedürfnisse einzugestehen und ihnen nachzugehen, ist kein Zeichen von Schwäche. Ganz im Gegenteil. Es ist ein Zeichen dafür, dass man den Kontakt zu sich selbst noch nicht verloren hat und die innere Stimme hört“, sagt Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus GmbH. „Die Wissenschaft hat schon lange belegt, dass der höchste Erholungsfaktor erreicht wird, wenn wir im Urlaub genau das Gegenteil von dem tun, was wir im Alltag gewohnt sind. Wer also täglich Leistung abliefert und ständig online ist, sollte ganz bewusst offline gehen. Der Salzburger Lungau mit seinen rund 60 Bergseen, den zauberhaften Wäldern und den vielen Kraftplätzen ist prädestiniert für eine Auszeit von der Welt.“

Neun Gastgeber, ein Ziel: Entschleunigung auf „gut lungauerisch“
Neun ganz unterschiedliche Gastgeber haben sich im Rahmen der neuen SalzburgerLand-Sommerkampagne „Still oder prickelnd“ zusammengeschlossen und unter dem Motto „ECHT.SEIN. – Salzburger Lungau. Urlaub, der erdet“ ihre Angebote konkretisiert und buchbare Packages entwickelt. Darunter sind eine 30-jährige bloggende Bio-Bäuerin, einsam gelegene Selbstversorgerhütten auf 1.900 Meter Seehöhe und ohne Handy-Empfang, uralte Bauernhöfe, traditionsreiche Gasthöfe und innovative Wellnesshotels. Die Gastgeber bieten ungewöhnliche „Auszeiten“ an: So etwa Wildtierbeobachtungen im eigenen Jagdrevier, Räucherkurse, Kräuterspaziergänge mit Esel, Bergseewanderungen mit Hüttenübernachtung, Brotbackkurse, Yoga-Workshops oder Kneippen im Wald.

Zu Gast bei Menschen mit viel Gespür
So unterschiedlich die Angebote und Betriebe auch sind, so sehr haben sich die Gastgeber einem Ziel verschrieben: Menschen echte, authentische und unverfälschte Urlaubserlebnisse zu bieten und ihnen viel Platz für eigene Wünsche und Bedürfnisse zu ermöglichen. „Wer in den Salzburger Lungau kommt, merkt schnell, dass er sich an einem ganz besonderen Platz befindet: Sowohl kulturell, als auch landschaftlich und klimatisch“, betont Leo Bauernberger. „Vielleicht hat es mit der besonderen Lage auf der Südseite des Tauernmassivs zu tun, dass hier die Uhren scheinbar anders ticken, Gastfreundschaft hoch gehalten wird und die Menschen ungemein g‘spürig, offen und herzlich sind.“ Alle Gastgeber haben einen ganz besonderen Bezug zum Lungau: Entweder entstammen sie einer langen Familientradition und haben hier ihre Wurzeln oder sie haben sich ganz bewusst für den Lungau als neue Heimat entschieden, um ihre Träume zu verwirklichen. Sie sind aus tiefster Überzeugung Gastgeber und sind bestens vernetzt: Sie wissen, bei welchem Bauern es den besten Ziegenkäse gibt, wo die schönsten Picknickplätze sind und wo ganz besondere Kräuter wachsen.

Salzburger Lungau – Auszeit von der Welt auf 1.000 Meter Seehöhe
Der Salzburger Lungau liegt südlich des Radstädter Tauerns: Bezirkshauptstadt ist Tamsweg mit rund 5.800 Einwohnern. Insgesamt gibt es 15 Orte und 13 wunderschöne Seitentäler wie das Thomatal, das Lessachtal, das Riedingtal oder das Zederhaustal. Die Longa, die am 1.750 Meter hoch gelegenen Wirpitschsee entspringt und durch das Weißpriachtal in die Taurach fließt, wurde 2015 als drittschönster Platz Österreichs ausgezeichnet. Der Lungau liegt bis auf den kleinen Ort Ramingstein zur Gänze auf über 1.000 Meter Seehöhe: Strenge Winter, wenig Nebel und Wind, dafür sehr viel Sonnenschein prägen das Klima. Mariapfarr gilt als die sonnenreichste Gemeinde Österreichs, wobei Gäste die kühlen Sommernächte schätzen.

Ebenfalls eine Seltenheit sind die sternenklaren Nächte: Nirgendwo in Österreich gibt es so wenig Streulicht wie im Salzburger Lungau. Um die Dunkelheit noch zu unterstützen, wird in einigen Gemeinden die Straßenbeleuchtung zu späterer Stunde abgeschaltet. Der Lungau zählt insgesamt nur rund 21.300 Einwohner und halb so viele Gästebetten. Die Anreise erfolgt per Auto über die    A10 Tauernautobahn (Ausfahrt Zederhaus bzw. St. Michael). Der Flughafen Salzburg ist rund 70 Autominuten (ca. 110 Kilometer) entfernt, die nächsten größeren Bahnhöfe sind Bischofshofen im Norden und Spittal-Millstättersee im Süden. Die Murtalbahn fährt bis nach Tamsweg.

Landschaftliches Juwel UNESCO-Biosphärenpark
Seit 2012 ist der Salzburger Lungau UNESCO-Biosphärenpark und damit der größte seiner Art in Österreich. Diese Auszeichnung garantiert eine nachhaltige und naturfreundliche Nutzung der gesamten Region und unterstreicht die Einzigartigkeit der Landschaft. Mehr als die Hälfte aller Lungauer Bauern arbeiten nach biologischen Richtlinien. Während im Norden die Berge aus Urgestein schroff und felsig sind, sind die Gipfel im Lungau nicht mehr ganz so hoch. Sie wirken eher sanft und erinnern landschaftlich an die Kärntner Nockberge, die sich im Süden anschließen. Vom Lungau ausgehend wächst hier der größte zusammenhängende Zirbenwald Europas. Eine Besonderheit sind die rund 60 Bergseen im Salzburger Lungau, mehr gibt es nirgendwo sonst in Europa. Sie können auf Touren individuell oder in Begleitung eines Biosphärenpark-Fex erwandert werden. Das ausgedehnte und bestens markierte Wanderwegenetz führt zu rund 70 bewirtschafteten Almhütten, auf vielen von ihnen kann auch übernachtet werden. Das Mountainbikewegenetz ist über 500 Kilometer lang.

Eine reiche Geschichte hinterlässt Spuren
Bis ins Jahr 1002 stand der Lungau unter bayerischer Herrschaft und gelangte durch eine Schenkung in den Besitz der Salzburger Fürsterzbischöfe. Noch heute fällt die große historische Bedeutung der Region ins Auge: Zahlreiche Burgen – darunter die älteste Zollstation der Ostalpen, die Burg Mauterndorf –, mittelalterliche Ortskerne und ehemalige Tavernen verweisen auf die Wichtigkeit dieser Nord-Süd-Verbindung, die von vielen Reisenden als Handelsroute über den Radstädter Tauern genutzt wurde. Auch die Architektur mit Treppengiebeln und Fassadenmalerei spiegelt die unterschiedlichen internationalen Einflüsse wider, die den Lungau geprägt haben. Ein echtes Kulturgut sind die zum Teil restaurierten und denkmalgeschützten Getreidekästen („Troadkästen“), deren Malereien aus dem 18. Jahrhundert religiöse Elemente, aber auch Abbildungen aus der Natur und dem bäuerlichen Leben zeigen.

Brauchtum: Von einem Blütenmeer, Riesen und Walt Disney
Im Salzburger Lungau konnten sich alt überlieferte Bräuche unverfälscht und authentisch erhalten: Absolut einzigartig sind die Prangstangen. Die bis zu acht Meter hohen und mit bis zu 50.000 frisch gepflückten Almblüten verzierten Säulen werden alljährlich in Zederhaus und in Muhr geweiht.
Ein echtes Spektakel sind auch die Samson-Prozessionen: Dabei werden zehn riesenhafte, alttestamentarische Heldenfiguren aus dem 17. Jahrhundert durch die Orte getragen. Der Riese „Samson“ gilt als Wahrzeichen des Lungaus.
Seit 1834 findet Ende August alljährlich das traditionelle Preberschießen auf dem gleichnamigen See statt. Dabei zielen die geübten Schützen nicht auf die 120 Meter entfernte Schießscheibe, sondern auf deren Spiegelbild auf der Wasseroberfläche. Das Geschoss wird im besten Falle so sehr vom Wasser und den moorigen Schwebeteilchen abgelenkt, dass es nicht versinkt, sondern abprallt und die Zielscheibe am Ufer trifft. Im Jahr 1957 kam sogar eine Abordnung von „Walt Disney“, um das Spektakel am Prebersee zu filmen.