Hofstallgasse © Salzburger Festspiele - Kolarik

1920 – 2020: 100 Jahre „Salzburger Festspiele“

Das große Jubiläumsjahr für Stadt und Land

Sie gelten als das renommierteste Festival der Welt für Oper, Musik und Schauspiel und begeistern seit hundert Jahren Besucher aus aller Welt mit Kulturgenuss auf höchstem Niveau: Die Salzburger Festspiele. Im Sommer 2020 feiern sie ihr hundertjähriges Bestehen und werden von 1. August bis 30. August stattfinden, wegen der Corona-Sicherheitsmaßnahmen allerdings in modifizierter und verkürzter Form. Statt 200 Vorstellungen an 44 Tagen an 16 Spielstätten wird es etwa 90 Vorstellungen an 30 Tagen auf höchstens 6 Spielstätten geben.

100 Jahre Salzburger FestspielePresse

Die Salzburger Festspiele sind ein wahrgewordener Mythos, der die UNESCO-Weltkulturerbe Stadt alljährlich im Sommer in eine große Bühne verwandelt! Sie sind der kulturelle Höhepunkt eines jeden Jahres, bei dem die ganzen großen Stars – von Dirigenten über Sänger bis hin zu Schauspielern, aber auch die ganz großen Orchester nach Salzburg kommen. Unter dem kunstsinnigen Publikum findet sich die internationale Polit-Prominenz ebenso wie Mitglieder der europäischen Königshäuser, Schauspieler, Stars und Sternchen.

Gegründet als Friedensprojekt mit Anspruch auf Qualität
Der in Baden bei Wien geborene Regisseur, Intendant und Schauspieler Max Reinhardt (1873-1943), der Schriftsteller und Lyriker Hugo von Hofmannsthal (1874-1929) und der Komponist Richard Strauss (1864-1949) gelten als die Gründerväter der Salzburger Festspiele. Ihre Idee war es, die Mozartstadt Salzburg – weitab von hektischem Großstadtgetriebe – „im Herz vom Herzen Europas“ zu einem Treffpunkt internationaler Künstler zu machen, um Oper und Schauspiel auf die Bühne zu bringen – „von beidem das Höchste“, so Max Reinhardt in der Gründungsschrift 1917. Die Idee des Außergewöhnlichen hat sich als tragfähig erwiesen, zählen die Salzburger Festspiele heute zu den bedeutendsten Festivals der Welt. Dem Anspruch höchster Qualität ist man in hundert Jahren stets treu geblieben. Zu den großen Stars, die regelmäßig in Salzburg auftreten, zählen unter anderem Anna Netrebko, die 2002 hier ihr Debüt feierte, Cecilia Bartoli oder Daniel Barenboim. Intendant ist Markus Hinterhäuser, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.

Der „Jedermann“ als Gründungsmythos
Der 22. August 1920 gilt als die offizielle Geburtsstunde der Salzburger Festspiele. An diesem Tag hallten zum ersten Mal die „Jedermann“-Rufe über den Domplatz. Die Inszenierung am Domplatz – bei Schlechtwetter wechselt man in das Große Festspielhaus – gehört zu den Gründungsmythen der Salzburger Festspiele. Das Stück stammt aus der Feder von Hugo von Hofmannsthal und ist nach dem Vorbild mittelalterlicher Mysterienspiele verfasst. Auch wenn es nicht originär für Salzburg geschrieben wurde, scheint es hier seinen „selbstverständlichen Platz“ gefunden zu haben. Der „Jedermann“ wird in jedem Jahr gespielt und jede einzelne Vorstellung ist ausverkauft. Die Kulisse vor dem Salzburger Dom mit Blick auf die barocken Fassaden und hoch zur Festung Hohensalzburg ist unübertroffen. Den Jedermann und die Buhlschaft zu spielen, gehört zu den größten Auszeichnungen für deutschsprachige Schauspieler. Seit 2017 ist Tobias Moretti in der Rolle des Jedermann zu sehen, an seiner Seite als Buhlschaft steht im Sommer 2020 Caroline Peters.

Das SalzburgerLand als einer der Erfolgsfaktoren der Salzburger Festspiele
Der Erfolg der Salzburger Festspiele fußt auf drei Säulen. Die erste Säule ist das breite künstlerische Angebot mit der einzigartigen Kombination aus Oper, Schauspiel und Konzert. Nur die besten und renommiertesten Künstler aus aller Welt werden nach Salzburg eingeladen. Als zweiter Erfolgsfaktor wird die traumhaft schöne Kulisse der UNESCO-Weltkulturerbestadt Salzburg mit ihrer einzigartigen Architektur barocker Kirchen und Plätze, Schlösser und Gassen angeführt. Als dritte Säule gilt die Verbindung zwischen den Salzburger Festspielen und der Urlaubsdestination SalzburgerLand: Die Seen, Berge und Almen sind ein traumhaft schöner Rückzugsort. Zu den kulinarischen Geheimtipps bei Gästen und Künstlern zählen neben vielen Genuss-Adressen direkt in der Stadt Salzburg unter anderem das Schloss Fuschl mit der dazugehörigen Schloss-Fischerei, wo Anna Netrebko gerne eine geräucherte Renke bestellt, das Restaurant Weyringer am Wallersee, das Restaurant Pfefferschiff in Hallwang, das Wirtshaus Wirt am Gries in St. Gilgen und Döllerer’s Gourmetrestaurant und Wirtshaus in Golling. Alle Adressen sind Teil der „Via Culinaria“.

Modifiziertes und verkürztes Programm im Jubiläumsjahr
Aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen kann das angekündigte Jubiläumsprogramm nicht verwirklicht werden, deshalb finden die Salzburger Festspiele heuer in modifizierter und verkürzter Form. Statt den geplanten 200 Vorstellungen an 44 Tagen an 16 Spielstätten wird es etwa 90 Vorstellungen an 30 Tagen auf höchstens 6 Spielstätten geben. Alle Produktionen, die 2020 nicht zur Aufführung kommen, sollen im kommenden Jahr gezeigt werden. Das 100 Jahr Programm soll quasi mit der Eröffnung der Landesausstellung Ende Juli 2020 beginnen und erst im Jahr darauf am 31. August 2021 enden. www.salzburgerfestspiele.at

Landesausstellung „Großes Welttheater – 100 Jahre Salzburger Festspiele“
Von 26. Juli 2020 bis 31. Oktober 2021 findet die Landesausstellung „Großes Welttheater – 100 Jahre Salzburger Festspiele“ des Salzburg Museum in Kooperation mit den Salzburger Festspielen statt. Die Ausstellung in der Neuen Residenz ist als „Bühnenstück im Museum“ angelegt und gliedert sich in vier Bereiche, die so konzipiert sind, dass sie für Besucher durch Erzählungen, Inszenierungen und Interaktivität zum Ort der Begegnung mit den Salzburger Festspielen werden. Das Festspielticket gilt auch als Eintrittskarte für die Landesausstellung. www.salzburgmuseum.at

Titelbild: Hofstallgasse © Salzburger Festspiele/ Kolarik


2. Juli 2020
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