Wandern beim Hochkönig

Nachhaltigkeit im Tourismus von jeher Hauptziel

Das SalzburgerLand ist Urlaubsdestination mit reinem Gewissen

Eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus ist überaus wichtig. Aus guten Gründen: Der Tourismus zählt weltweit zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen, schafft Arbeitsplätze und Wohlstand. Doch die Reiseindustrie hat von jeher ihre Schattenseiten. Aufgrund der langen Geschichte des Tourismus im SalzburgerLand entwickelte er sich hier langsam, vorausschauend und unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten. Der Natur als wertvolle Ressource kam dabei immer eine wichtige Rolle zu. Das enge Miteinander von Touristikern, Politikern, Wissenschaftlern, Vereinen, Landwirten und Naturschützern schuf ideale Voraussetzungen für eine Tourismusregion, in der umweltbewusstes Reisen zum guten Ton gehört.

Sommer

Das SalzburgerLand ist Vorreiter in Sachen „Green Travelling“
Das SalzburgerLand zählt zu den nächtigungsstärksten Bundesländern Österreichs. Dennoch hat man das Land und seine Leute niemals „ausverkauft“. So, wie vor hundert Jahren, als die ersten Urlauber zur Sommerfrische kamen, steht das SalzburgerLand noch heute für echte und herzliche Gastfreundschaft, für eine schützenswerte Naturlandschaft, für glasklares Wasser, saubere Luft, gesunde Wälder, idyllische Almen und ein intaktes Leben. Trotz der Errichtung von Skigebieten spielt die Natur die erste Rolle, trotz reger touristischer Orte reagiert die Authentizität. Die neue Sommerkampagne „Einatmen. Ausatmen“ rückt den „Naturraum Wald“ in den Fokus. Mehr als die Hälfte der Landesfläche ist von Wald bedeckt: Er zählt zu den identitätsstiftenden Kulturräumen, ist aber in weiten Teilen – wie etwa im Nationalpark Hohe Tauern – noch völlig naturbelassen. Ähnlich wie die Almen, die Luft und das Wasser gilt der Wald als wertvolle, natürliche Ressource, die die Vielfalt des Angebots und die Virtuosität der Menschen im SalzburgerLand widerspiegelt. Ein Aufenthalt im Wald bringt Körper, Geist und Seele in Einklang – und hier tut sich im SalzburgerLand eine Palette an Möglichkeiten auf.

„Naturraum Wald“ – Nachhaltigkeit als gelebter Wert
Der Wald im SalzburgerLand sorgt für klare Luft und beste Wasserqualität. Doch er erfüllt noch zahlreiche andere Funktionen:

  • So ist etwa der Anteil des Schutzwaldes im SalzburgerLand beinahe doppelt so hoch wie im österreichischen Durchschnitt: Ein gesunder Wald schützt vor Lawinen und Murenabgängen, vor Steinschlag und Hochwasser.
  • Der Wald ist wichtige Einkommensquelle für Kleinwaldbesitzer, die im SalzburgerLand rund 48 Prozent der Waldfläche bewirtschaften (Besitz unter 200 ha). Die Holz- und Forstwirtschaft stellt im ländlichen Bereich einen entscheidenden Einkommensfaktor dar. Wie umsichtig und nachhaltig dies vonstattengeht, zeigt ein Blick in die Archive: Diese belegen, dass die Waldfläche in den letzten Jahrhunderten deutlich zugenommen hat.
  • Der Wald ist Lebensraum für eine reiche Pflanzen- und Tierwelt. Im Rahmen der neuen Sommerkampagne „Naturraum Wald“ wurde gemeinsam mit der Initiative „RespekTiere deine Grenzen“ des Landes Salzburg eine Illustration erstellt, die anschaulich erklärt, wie man sich im Wald und mit Rücksicht auf Wildtiere zu verhalten hat.
  • In Kuchl – Österreichs holzfreundlichster Gemeinde – haben die Salzburger Landesinitiativen Holzcluster und proHolz Salzburg ihren Sitz: Sie widmen sich dem kostbaren Rohstoff Holz. Der „Wissens Campus Kuchl“ umfasst die FH Salzburg mit drei Studiengängen, das Holztechnikum Kuchl (Fachschule für Holzwirtschaft, Höhere Technische Lehranstalt für Wirtschaftsingenieure/Holztechnik, Werkmeisterschule für Holztechnik/Produktion), die Landesberufsschule Kuchl sowie die Einrichtungsberaterschule Kuchl.

Reines Wasser, klare Luft und die Aktion „Saubere Berge“
Umwelt, Luft und Boden werden im SalzburgerLand nach strengen Richtlinien geschützt, um die Lebensqualität auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Natur-, Wasser- und Klimaschutz werden nicht nur propagiert, sondern pro-aktiv umgesetzt. Kleine Schilder am Wegesrand oder im Hotel mit Sprüchen „Haltet unsere Berge sauber“ oder „Handtücher auf dem Halter: Ich benutze sie ein weiteres Mal!“ sind freundlich gemeinte Aufforderungen an Gäste, sich aktiv am Umweltschutz zu beteiligen. Die natürlichen Ressourcen im SalzburgerLand sind so wertvoll wie sensibel. So etwa ist das frische und reine Wasser ein Garant für unzählige Urlaubserlebnisse. Salzburgs Wasserschatz, tief verborgen in den Bergen und gespeist von Gletschern, ist unermesslich. Seen, Gebirgsbäche und Quellen verfügen über Trinkwasserqualität. Im gesamten SalzburgerLand kommt frisch aus dem Wasserhahn feinstes Trinkwasser.

Auch die klare und saubere Luft ist ein kostbares Gut. Jährlich werden rund zwei Millionen Euro in eine gute Luftqualität in Salzburg investiert. Auf vielen Autobahnen gilt nach dem „Immissionsschutzgesetz Luft“ Tempolimit 80 bzw. 100. In den „Alpine Pearl“-Orten Werfenweng und Neukirchen am Großvenediger wird besonderer Wert auf sanfte Mobilität mit möglichst geringem CO2-Abdruck gelegt.

Salzburgs Berge und mehr als 500 bewirtschaftete Almen sind ein einzigartiger Erlebnisraum, der Naturliebhabern unzählige Möglichkeiten bietet. Bereits seit 1970 gibt es die Aktion „Saubere Berge“ im Alpenverein. Die sachgerechte Entsorgung von Abfällen ist für die meisten – am Berg und auch im Tal – eine Selbstverständlichkeit.

 „ECHT.SEIN“ im UNESCO Biosphärenpark Salzburger Lungau
Seit 2012 ist der Salzburger Lungau UNESCO-Biosphärenpark und damit der größte seiner Art in Österreich. Diese Auszeichnung garantiert eine nachhaltige und naturfreundliche Nutzung der gesamten Region und unterstreicht die Einzigartigkeit der Landschaft. Mehr als die Hälfte aller Lungauer Bauern arbeiten nach biologischen Richtlinien. Der Lungau kann viele Besonderheiten vorweisen: So etwa den größten zusammenhängenden Zirbenwald Europas oder die größte Dichte an Bergseen. Im Lungau wird Tourismus originär mit höchster Sensibilität gelebt, wodurch er als beispielhaftes Vorzeigeprojekt für nachhaltige Tourismusformen gilt. Mit der neuen Kampagne „ECHT.SEIN – Salzburger Lungau | Urlaub, der erdet“ geht man in der Region seit einigen Jahren neue Wege in Sachen „Digital Detox“ und „Auszeit vom Alltag“. Die Gastgeber der teilnehmenden Betriebe haben hier ihre Wurzeln oder sie haben sich ganz bewusst für den Lungau als neue Heimat entschieden. Zum Angebot zählen einsam gelegene Selbstversorgerhütten auf 1.900 Meter Seehöhe und ohne Handy-Empfang, uralte Bauernhöfe, traditionsreiche Gasthäuser und innovative Wellnesshotels. Die Gastgeber bieten ungewöhnliche „Auszeiten“ an: So etwa Wildtierbeobachtungen im eigenen Jagdrevier, Räucherkurse, Kräuterspaziergänge mit Esel, Bergseewanderungen mit Hüttenübernachtung, Brotbackkurse, Yoga-Workshops oder Kneippen im Wald.

Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern: Am Rande vom größten Naturschutzgebiet in Zentraleuropa
Der Nationalpark Hohe Tauern ist das größte Naturschutzgebiet Zentraleuropas und erstreckt sich über die Bundesländer Salzburg, Kärnten und Tirol. In der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern im SalzburgerLand gibt es 19 Nationalparkorte und 13 Nationalparktäler. In der Region gibt es viele Vorzeigeprojekte wie etwa die „Nationalpark Sommercard Mobil“, die Gäste dazu einlädt, ihr Auto in den Urlaub zu schicken: Die All-Inklusive-Karte ermöglicht die kostenlose Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Tälertaxis sowie des „Glocknerbusses“ zur Befahrung der Großglockner Hochalpenstraße. Bei der EXPO 2015 in Mailand waren die Großglockner Hochalpenstraße und die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern im klimaneutralen Österreich-Pavillon mit dem interaktiven Memory-Spiel „breathing.memory“ vertreten. Die Besucher erspielten dabei 50.000 Bäume für ein Wiederaufforstungsprojekt: Tannen, Fichten, Lärchen, Bergahorn und Zirben wurden daraufhin allesamt auf Salzburger Boden gepflanzt.

Das SalzburgerLand ist Europameister in Sachen „Bio“
Als Österreich Mitte der 1990er Jahre der EU beitrat, besann man sich in der Landwirtschaft auf die eigenen Stärken: Das SalzburgerLand konnte sich mit seiner kleinstrukturierten Landwirtschaft und der hohen Qualität der erzeugten Lebensmittel als „Feinkostladen Europas“ positionieren. Mittlerweile werden rund 60 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen im SalzburgerLand biologisch oder biologisch-dynamisch nach Demeter bewirtschaftet. Beispiellos in Europa! Der Ort Seeham ist mit 80 % Bio-Bauern Österreichs erstes Bio-Dorf und wurde 2015 mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Im Jahr 2009 wurde die Angebotsgruppe BioParadies Salzburger-Land gegründet: Diese umfasst mittlerweile 32 Hotels, Restaurants, Gastronomie- und Landwirt-schaftsbetriebe sowie 29 Schaubauernhöfe. Der Genuss-Guide „Via Culinaria“ wurde „Genussweg für Bio-Genießer“ erweitert: Er umfasst 19 Adressen, die nicht nur Bio-Liebhaber begeistern, sondern alle, die Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit legen.

Eine starke Partnerschaft: Landwirtschaft und Tourismus im SalzburgerLand
Das SalzburgerLand ist sehr kleinstrukturiert und war seit jeher mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Der Grund und Boden der Bauern und Waldbesitzer ist zugleich Erlebnis- und Erholungsraum für Einheimische und Gäste: Das bringt unterschiedliche Wünsche und Ansprüche mit sich, die durchaus über Konfliktpotenzial verfügen könnten. Die Erfahrung jedoch zeigt, dass das nicht der Fall sein muss. Das größere Ganze kann durch ein harmonisches Miteinander, mit Wertschätzung und Respekt der Partner, mit Inklusion anstatt Exklusion gelingen: Das etwa zeigen die gemeinsamen Erfolge im Bereich Almsommer, Bauernherbst oder alpine Küche. Die Alm – einst eine wirtschaftliche Notwendigkeit zum Überleben – gilt heute als echter Sehnsuchtsraum für den modernen Menschen. Viele Almhütten erlebten mit dem „Salzburger Almsommer“ ein Revival: Eine Win-Win-Situation.

Was das SalzburgerLand so einzigartig macht, ist seine Geschichte und sein Erbe und dieses ist eng mit der Landwirtschaft verbunden. Die Bäuerinnen und Bauern spielen als Grundbesitzer, als bäuerliche Gastgeber und als Produzenten feinster kulinarischer Köstlichkeiten eine wesentliche Rolle im Tourismus: Sie sind eine der wichtigsten Säulen des Erfolgs. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen bereichern sie das touristische Angebot, wodurch eine Wechselwirkung entsteht, von der alle profitieren: Gäste, Bauern und Einheimische ebenso wie die Natur- und Kulturlandschaft. Die touristischen Initiativen wissen das sehr zu schätzen.

Bewahrung und authentische Weitergabe von Kultur und Brauchtum
Im SalzburgerLand wird nichts verkitscht oder inszeniert. Ganz im Gegenteil: In der Angebotsentwicklung wird sehr genau darauf geachtet, das Einzigartige und Schöne zu unterstreichen und Bräuche und Traditionen authentisch weiterzugeben. Landestypische Bräuche oder Besonderheiten aus dem bäuerlichen Leben haben durch eine einfühlsame touristische Vermarktung sogar eine Renaissance erfahren. Die Einheimischen selbst wurden sich ihrer eigenen Traditionen etwa durch den Salzburger Bauernherbst“ wieder bewusst. Seit 2003 wird der „Salzburger Almsommer“ touristisch beworben und alljährlich mit einem großen Fest eröffnet. Die Almwirtschaft erhielt dadurch wichtige Impulse. Die Bauern wurden mit ihrem großen Angebot von selbst gemachten Produkten und ihrem Beitrag zur Erhaltung der Naturlandschaft auch für Gäste sichtbar: Mit den Einnahmen können zum Teil uralte Almhütten erneuert und erhalten werden. Lisi Matieschek von der Mayerlehenhütte auf der Gruberalm formuliert es so: „Hätten wir keine Tiere hier oben, würde man von den Weideflächen sehr schnell nichts mehr sehen. Der Kulturraum würde verloren gehen. Der Wandertourismus, der sich Mitte der 1980er Jahre entwickelt hat, ist wichtig für uns, um die Alm aufrechterhalten zu können. Die Almbauern bekommen dadurch eine neue Chance und die Alm eine höhere Wertschätzung.“

Zell am See-Kaprun setzt auf E-Mobilität
Die Elektromobilität ist in unserem Alltag angekommen. Zell am See-Kaprun bietet diesem Thema ein Forum, das Forschung, Entwicklung und vor allen die zukünftigen Nutzer dieser Technologie gleichermaßen begeistern wird. Vom 17. – 19. Juni 2019 findet in Zell am See-Kaprun das 2nd World Mobility Forum und vom 21. – 23. Juni die E-Mobility Expo-Show.Action statt.  An diesen Tagen gibt es umfassende Programmpunkte: Die Spitzen der Forschung tauschen sich am IONICA-Congress aus. Die Expo bietet E-Technik zum Angreifen und Ausprobieren. Spektakuläre Show-Acts zu Wasser, zu Lande und in der Luft demonstrieren die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der E-Mobilität. www.ionica.energy

Ausbildung, Studium und Forschung im Bereich Tourismus
Die Tourismusschulen im SalzburgerLand zählen zu den besten weltweit. Damit ist gesorgt, dass immer eine neue Riege an bestens ausgebildeten, jungen Menschen in den Bereichen Küche, Service, Hotel- und Gastgewerbe am Start steht. Die heimische Gastronomie und Hotellerie gehört zu den wichtigsten Lehrlingsausbildnern, die Lehrlinge zur Weltspitze. Ein Arbeitsplatz in Hotellerie und Gastronomie verfügt über Ansehen und bietet beste Karriere- und Zukunftsaussichten.

An der Fachhochschule Salzburg im Studienlehrgang „Innovation & Management im Tourismus“ genießen künftige Tourismusexperten für die Bereiche Hotel- und Destinationsmanagement, Gastronomie, Eventmanagement, für Freizeitbetriebe, Ferienanlagen und in der Kongress- und Tourismusorganisation eine exzellente touristische und wirtschaftliche Ausbildung auf internationalem Niveau.

Auch an der Universität Salzburg nimmt man sich seit Jahren des Themas Tourismus an. In der Abteilung Soziologie stellt die Tourismusforschung ein klassisches Forschungsfeld dar. In den letzten Jahren wurde eine neue und die derzeit einzige deutschsprachige tourismuswissenschaftliche Zeitschrift gegründet. Ebenfalls an der Universität Salzburg / Abteilung Transkulturelle Kommunikation gibt es einen UNESCO Lehrstuhl “Kulturelles Erbe und Tourismus”. Alljährlich findet das „Salzburger Tourismusforum“ statt.

Informationen: www.salzburgerland.com

 


31. März 2019
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