Kulturgenuss auf höchstem Niveau in Salzburg

Die Salzburger Festspiele: Muse, Mythos, Lebenslust

Kein Festival auf der Welt hat eine derart aufgeladene Geschichte, bietet so zahlreiche Aufführungen und vereint so viele hochkarätige Künstler an einem Ort. Es gibt auch kein Festival, das den Auftrag hat, neben höchstem Kulturgenuss ein Friedensprojekt zu sein. Die Salzburger Festspiele gelten als das weltweit bedeutendste Festival der klassischen Musik und der darstellenden Kunst. Im Jahr 2020 feiern sie ihr 100-jähriges Bestehen. Wie jeden Sommer, verwandelt sich die Mozartstadt von 20. Juli bis 31. August zur schillernden Kulturbühne Europas. Künstlerische Sternstunden, faszinierende Begegnungen und besondere Erlebnisse sind garantiert.

EventsKultur & Brauchtum

Mitte Juli ist es wieder so weit. Vor dem imposanten Salzburger Dom ist die Bühne für das wohl weltweit bekannteste Freiluft-Theaterstück aufgebaut. Über den Dächern der Stadt erschallen die Rufe nach dem „Jedermann“ aus der ganzen Altstadt und von der mittelalterlichen Festung herunter. Kaum jemand, dem da nicht die Gänsehaut über den Rücken läuft. Gleich wird das Spiel vom Leben und Sterben des reichen Mannes beginnen, das der Dichter und Mitbegründer der Salzburger Festspiele, Hugo von Hofmannsthal vor über
100 Jahren geschrieben hat.

Festspiel-Idee
„Das mittlere Europa hat keinen schöneren Raum“, schreibt Hofmannsthal über die Geburtsstadt von Wolfgang Amadeus Mozart. Kein Wunder also, dass genau hier die Idee von Festspielen „als einem Friedensprojekt, das die Nationen vereinen soll“ vor fast einhundert Jahren verwirklicht worden ist. Inmitten der Wirren nach dem ersten Weltkrieg sind einige Visionäre angetreten – neben Salzburger Bürgern auch der Dichter Hugo von Hofmannsthal, Regisseur Max Reinhardt sowie Komponist und Dirigent Richard Strauss – um in Salzburg mithilfe von Musik, Oper und Schauspiel „höchsten Kulturgenuss zu bieten“, „Touristen aus aller Welt anzulocken“ und, „Europa den Frieden zu bringen“. Im Jahr 1920 haben sich die Visionäre durchgesetzt und die ersten Salzburger Festspiele veranstaltet.
Die Stimmung und das Ambiente in Salzburg zur Festspielzeit sind damals wie heute durchdrungen von weltgewandter Offenheit, freudiger Erwartung und künstlerischen Höchstleistungen. Egal ob als Passant oder glücklicher Besitzer eines Festspiel-Tickets – allein der Besuch der Hofstallgasse vor oder nach einer Aufführung in einem der Festspielhäuser sorgt für einzigartige, unvergessliche Erlebnisse.

Mythos und Moderne
Im Sommer 2019 steht das Programm der Salzburger Festspiele ganz im Zeichen der Mythen der Antike. Mit Ödipus, Orpheus oder Medea treten mythische Gestalten auf die Festspiel-Bühnen, um die ebenso alten wie aktuellen Geschichten der Griechen musikalisch, szenisch und künstlerisch neu zu interpretieren. Oder, um mit den Worten von Festspiel-Intendant Markus Hinterhäuser zu sprechen: „Den magischen Spiegel der ewig gültigen Erzählungen von einst vor Augen zu halten, der die universellen Fragen nach unserer Existenz wiederspiegelt.“
Mozart und mehr
Als Eröffnungspremiere wird am 27. Juli in der Felsenreitschule Mozarts „Idomeneo“ gegeben, für den das gefeierte Regie- und Dirigentenduo Peter Sellars und Theodor Currentzis wieder in Salzburg zusammenkommt. Ebenfalls in der Antike angesiedelt ist Luigi Cherubinis 1797 uraufgeführte Oper „Medee“, für die der Australier Simon Stone nach seinem umjubelten „Lear“ aus dem Jahr 2017 wieder zu den Festspielen zurückkehrt. Aus dem Jahr 1936 stammt George Enescus Oper „Œdipe“, die am 11. August in der Felsenreitschule Premiere feiert – Altmeister Achim Freyer wird hier für Bühne und Regie verantwortlich zeichnen – mit Ingo Metzmacher, der als ausgewiesener Spezialist für Neue Musik die Wiener Philharmoniker dirigieren wird. Orchester-Konzerte mit den Wiener Philharmonikern (auch sie sind seit 1920 mit den Salzburger Festspielen verbunden) oder den Berliner Philharmonikern, Kammer- und Solistenkonzerten oder der seit einigen Jahren etablierten „Ouverture spirituelle“ werden in den verschiedenen Festspiel-Locations die Ohren des Publikums verzaubern. Das Schauspielprogramm startet traditionell mit dem „Jedermann“ am Domplatz – wobei sich das Publikum heuer mit Valery Tscheplanowa auf eine neue Buhlschaft freuen darf.

Größte Auswahl in höchster Qualität
In Summe wird es in den drei Bereichen Oper, Schauspiel und Konzert in Salzburg diesen Sommer über 200 Aufführungen an 20 Spielstätten geben, für die rund 235.000 Karten aufgelegt werden. Zahlreiche Opern und Konzerte werden von Fernseh- und Radiostationen in aller Welt ausgestrahlt.
Im letzten Jahr sind Gäste aus über 80 Ländern dem künstlerischen Ruf nach Salzburg gefolgt. Kein Wunder, können doch die Besucher der Festspiele aus einem reichhaltigeren Angebot auswählen, als irgendwo sonst. Außerdem kann man in Salzburg auf herrlichste Weise Kunstgenuss mit Urlaub verbinden. Tagsüber lädt das wunderbare Umland in die Natur, auf die Berge und an die Seen – am Abend bietet die Stadt kulturellen Hochgenuss – mit der gesamten barocken Altstadt als herrliche Kulisse.

Sehnsuchtsort Salzburg – „Die ganze Stadt ist Bühne“
Zurück in der Hofstallgasse finden sich zur Festspielzeit jeden Abend aufs Neue, schön gekleidete Besucher aus aller Welt ein. Hochkarätige Künstler eilen zum Bühneneingang und das eine oder andere prominente Gesicht mischt sich voller Vorfreude unter die Wartenden. Auch wenn für einen Teil der Gäste das weltliche Vergnügen und die gesellschaftlichen Events im Vordergrund stehen. Salzburg ist seit knapp einhundert Jahren das Ziel und der Sehnsuchtsort für unzählige kunstbegeisterte Menschen. Und heute wie damals sind die Salzburger Festspiele den Prämissen ihrer Gründer verpflichtet: Kein Festspiel vereint so viele Menschen, so vieler verschiedener Kulturen, an einem so schönen Ort. Wer das Glück hat im Sommer zur Festspielzeit in Salzburg zu sein, wird bemerken, dass auch die Devise von Festspiel-Mitbegründer Max Reinhardt nach wie vor ihre Gültigkeit besitzt: „Die ganze Stadt ist Bühne.“

100 Jahre Salzburger Festspiele
Im Sommer 2020 feiern die Salzburger Festspiele ihr 100-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr, unter der Intendanz von Markus Hinterhäuser gemeinsam mit Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler, wird mit grandiosen Opern- und Schauspiel-Inszenierungen mit internationalen Stars sowie Konzerten mit den großen Orchestern dieser Welt zelebriert. Im Salzburg Museum ist eine große Landesausstellung mit dem Titel „Großes Welttheater – 100 Jahre Salzburger Festspiele“ geplant. Die Schau wird am 25. April 2020 eröffnet, auf einer Fläche von 1800 qm² wird die eindrucksvolle Geschichte der Salzburger Festspiele dokumentiert.

www.salzburgerfestspiele.at


15. Juni 2019
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