Gruppe auf Skitour © SalzburgerLand Tourismus

In den Salzburger Bergen auf Touren kommen

Meine Lieblings-Skitouren im SalzburgerLand

Skitourengehen ist aus dem winterlichen SalzburgerLand nicht mehr wegzudenken und gehört seit vielen Jahren zu jenen Trends, die sich Jahr für Jahr immer noch größerer Beliebtheit erfreuen. Es ist aber auch wirklich schön, frühmorgens zum Gipfel unterwegs zu sein, die Sonne im frischen Schnee glitzern zu sehen und sich innerlich schon auf die bevorstehende Abfahrt zu freuen. Bei all der Schönheit sollte man allerdings nie vergessen, dass die Sicherheit an oberster Stelle steht, man das Wetter und die Lawinensituation nicht außer Acht lassen sollte und dass nicht jede Tour für jeden geeignet ist.

Langlauf & SkitourenWinter

Ich bin süchtig nach den Bergen. Im Sommer, wie auch im Winter. Und auch wenn ich immer noch leidenschaftlicher Alpinskifahrer bin, zieht es mich immer öfter mit meinen Tourenskiern in das Hinterland und hinauf auf einsame Gipfel. Dabei kann ich wunderbar herunterkommen, eins mit mir selbst und der Natur werden und die Schönheit unseres Landes genießen. Dabei habe ich in den vergangenen Jahren eine Reihe von Skitouren unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade für mich entdeckt, die ich mittlerweile alle zu meinen Lieblingstouren zähle und die über das ganze SalzburgerLand verteilt sind. Und auch wenn diese zum unbedingten Nachmachen und Nachgehen geeignet sind, sollte man die Bedingungen am jeweiligen Tag, die eigene Fitness und das individuelle Können immer im Hinterkopf haben, wenn man eine Tour plant. Wie immer in den Bergen gilt auch hier: Safety first!

 

Skitouren im Salzburger Flachgau, ideal wenn wenig Zeit ist

Aussichtsreiche Tour zur Laimeralm in Strobl
Kurz nach dem Parkplatz in Weißenbach bei Strobl verlässt man bei der ersten Linkskurve die Straße hinauf zur Laimeralm und hält sich auf einem mäßig-steilen Saumweg bergwärts. Nach einem Wald erreicht man die weitläufigen Hänge der Laimeralm und eines geschlossenen Skilifts. Über die ehemalige Piste geht es in Kehren zum Waldrand hinauf. Die Abfahrt ist ähnlich wie der Aufstieg.
Schwierigkeit: leicht
Dauer: 1,5 – 2 Stunden
Höhendifferenz: 500 Höhenmeter

Hinauf auf den Hohen Zinken
Eine relativ kurze, jedoch knackige Tour, die ihren Anfang im Talschluss in Lämmerbach in Hintersee nimmt. Von dort geht es über eine Forststraße oder bei guter Schneelage über den kürzeren, steileren Sommerweg hinauf zur Genneralm. Nach einer kurzen Abfahrt führt die Spur hinein in den Wald und wieder bergauf. Rund einen Kilometer vor dem Gipfel lichten sich die Bäume und man hat einen herrlichen Blick auf die umliegende Bergwelt inklusive der Osterhorngruppe. Die Abfahrt führt durch freies Gelände und später durch Waldstücke zurück nach Lämmerbach.
Schwierigkeit: mittel
Dauer: 3 Stunden
Höhendifferenz: 1.000 Höhenmeter

 

Nahe der Stadt Salzburg: Skitouren-Tipps für den Tennengau

5-Gipfel-Durchquerung der Osterhorngruppe
Eine tolle, mittelschwere Tour für Tage, an denen man etwas mehr Zeit hat. Von der Mautstelle St. Koloman gelangt man über Forststraßen und südseitige Hänge auf den Trattberg mit seinen 1.757 Höhenmetern. Über einen langen Rücken kann man dann die erste Abfahrt genießen, bevor es in Richtung Nord-Ost zum Frunstberg (1.673 m) wieder bergauf geht. Nach sehr kurzer Abfahrt folgt nun der Aufstieg zum Hohen First (1.718 m) und gleich darauf zum Dürlstein. Nach einer wunderschönen Abfahrt erreicht man nun die Moosangerlalm, von wo aus man in südlicher Richtung den Hochwieskopf (1.754 m) in Angriff nimmt. Über einen Wald und kleine Hänge erreicht man schließlich die Genneralm und danach Lämmerbach in der Nähe von Hintersee, wo die Tour zu Ende ist.
Mein Tipp: Auch wenn sie technisch eher unbedenklich erscheinen mag, ist diese Tour aufgrund der Länge und der zu bewältigenden Höhenmeter nicht zu unterschätzen.
Schwierigkeit: mittel
Dauer: 5 – 6 Stunden
Höhendifferenz: 2.000 Höhenmeter

Umrundung des Knallsteins
Vom Ortsteil Wieser in Oberscheffau erreicht man nach teils recht steilen Passagen die Schönalm. Noch immer sehr steil verläuft der Aufstieg nun über viele Spitzkehren durch einen engen Graben zur Stefan-Schatzl-Hütte. Nun wird es allerdings freier und die Nordseite des Knallsteins tut sich vor einem auf. Linkerhand geht es unterhalb der Ostwand weiter, wo man für ein ca. zehn Meter langes Stück die Skier abschnallen und zu Fuß queren muss. Nach einer Weile erreicht man den Südgrat des Berges. Der Aufstieg zum Gipfel ist nur bei sehr guten Bedingungen mit den Skiern möglich. Sonst hier abschnallen und zu Fuß auf die 2.233 Meter gehen. Die Abfahrt erfolgt über den Grat, dann über die Knallsteinplatte und durch Wälder sehr steil hinunter zu einer Forststraße. Vorbei an der Schönalm fährt man nun zurück zum Ausgangspunkt.
Mein Tipp: Diese Tour bietet für sehr geübte Sportler all das, was sie sich von einer Skitour erwarten. Für Anfänger ist die Tour jedoch nicht geeignet.
Schwierigkeit: schwer
Dauer: 6 Stunden
Höhendifferenz: 1.700 Höhenmeter

 

Mit besonderen Ausblicken unterwegs im Pinzgau

Tour auf das Skihörndl im Salzburger Saalachtal
Wer Lust auf eine lohnende Skitour, ohne lange Anfahrtszeit aus der Stadt Salzburg hat, der sollte unbedingt einmal auf das Skihörndl im Salzburger Saalachtal gehen. Vom Parkplatz im Loferer Hochtal geht der Weg erst einmal zurück zum Talschluss. Unterhalb der Felsabbrüche der Schwarzwand verläuft der gut angelegte Weg steil bergab bis zur verfallenen Scheffauer Alm. Nun beginnt die lange Rinne bis hinauf zu einer Ruppe, die man auch vom Tal aus gut sehen kann. Unterhalb der mächtigen Felsen der Reifhörner kommt man dem Gipfel des Skihörndls immer näher, den man über die Scharte zwischen Traunspitzl und Skihörndl erreicht. Die Abfahrt erfolgt ähnlich dem Aufstieg und ist ein wahrer Genuss mit tollem Blick hinunter ins Salzburger Saalachtal.
Schwierigkeit: mittel
Dauer: 5 Stunden
Höhendifferenz: 1.500 Höhenmeter

In zwei Tagen auf den Großvenediger
Eines der größten Abenteuer auf Skiern im alpinen Raum des SalzburgerLandes ist für mich die zweitägige Tour vom Parkplatz Hopffeldboden im Obersulzbachtal in Neukirchen hinauf zum höchsten Gipfel im SalzburgerLand – den Großvenediger auf 3.660 Meter. Der erste Tag steht ganz im Zeichen des Zustiegs zur eigentlichen Tour durch das Tal. Am Beginn des Obersulzbachgletschers weicht man nach Osten hin aus, gelangt so in flacheres Gelände und steigt bis auf 2.600 Meter bis zur Kürsinger Hütte, wo man die Nacht verbringt. Am zweiten Tag heißt es früh aufstehen, wartet doch der Gipfelanstieg. Über den Gletscher (Vorsicht, es gibt Spalten!) geht es hinauf bis zur Venedigerscharte. Nach einem kurzen, steilen Hang erreicht man die nur mäßig-steile Südostflanke und schließlich den Vorgipfel. Der Übergang auf einem Grat zum Gipfel ist je nach Witterung oft schmal und windig. Über den gleichen Weg geht es dann in weiten Bögen wieder zurück zum Gletscher und zum Ausgangspunkt.
Mein Tipp: Am Gletscher ein Materialdepot anlegen, damit man nicht alles auf den Gipfel tragen muss und sich auch den nochmaligen Anstieg zur Hütte spart.
Schwierigkeit: mittel
Dauer: 9 – 10 Stunden
Höhendifferenz: 2.400 Höhenmeter

 

Die schönsten Skitouren im Pongau

Von Kleinarl auf den Penkopf
Der Penkopf, einer der 7 schönsten Gipfel der Salzburger Sportwelt, ist ein beliebter Berg. Dies liegt nicht nur an der herrlichen Aussicht, die man von oben über die gesamte Bergwelt des SalzburgerLandes genießen kann, sondern auch an der äußerst reizvollen Topografie. Von Kleinarl aus nimmt man die Forststraße bis zum Parkplatz bei einer scharfen Linkskurve. Dort folgt man dem Schild in Richtung Kleinarlerhütte. Stetig bergauf geht es über Hänge, durch Wälder und über weitere Forststraßen hinauf zur Hütte. Für Anfänger ist die Skitour hier zu Ende und man kann sich die guten Speisen nach dem getanen Aufstieg so richtig schmecken lassen. Für Geübte geht es noch einmal 250 Höhenmeter relativ steil nach oben, bis man den Gipfel des Penkopfes erreicht. Herrlich! Die Abfahrt erfolgt über freie Hänge zur Hütte, dann über schneebeckte Hänge und lichte Wälder zurück zum Ausgangspunkt. Der Aufstieg ist auch über Großarl möglich.
Mein Tipp: Unbedingt in der Kleinarlerhütte einkehren oder sogar eine gemütliche Nacht verbringen.
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Dauer: 3,5 Stunden
Höhendifferenz: 1.000 Höhenmeter

Gipfelsammeln auf der Tennengebirgsüberquerung
Bei dieser Tour ist es empfehlenswert, mit zwei Autos zu fahren, da Ausgangs- und Endpunkt rund 35 Kilometer auseinander liegen. Los geht’s am Parkplatz des ehemaligen Sesselliftes in Wengerau nördlich von Werfenweng. Es geht gleich bergauf, bis man in einen Wald gelangt, dem man bis zur Baumgrenze folgt. Nach einigen Spitzkehren erreicht man die Dr.-Heinrich-Hackel-Hütte, später dann durch ein breites Kar die Tauernscharte auf 2.103 Metern. Es folgt eine kurze Abfahrt, bevor man zum Eiskogel, 2.150 m, aufsteigt. Unterhalb des Schubbühels fährt man jetzt in die ‚Tiefe Grube‘. Je nach Witterung lässt man hier die Felle auf den Skiern bzw. zieht ein paar Schwünge in den Schnee. Nach der Überquerung der Hochfläche in nordwestlicher Richtung erreicht man über einen Bergrücken den Gipfel des Scheiblingkogels auf 2.289 Höhenmetern. Nun folgt die Abfahrt über ‚Die Wies‘ bis hinunter nach Oberscheffau, wo hoffentlich das zweite Auto auf die Tourengeher wartet.
Mein Tipp: Nur bei guter Witterung unternehmen, da man sehr oft auf gute Sicht angewiesen ist
Schwierigkeit: mittel
Dauer: 5,5 Stunden
Höhendifferenz: 2.400 Höhenmeter

 

Auf Touren im Lungau, der südlichsten Region im SalzburgerLand

Vom Prebersee auf den Preber
Die Tour auf den Preber gehört zu den beliebtesten im ganzen SalzburgerLand. Und das völlig zu Recht, wie ich finde. Los geht es beim Parkplatz am Prebersee. Nach einem Stück im Wald erreicht man die langen, konstant-steilen Hänge, die dem Berg sein charakteristisches Aussehen geben. Je nach Schneelage findet man auf dem breiten Rücken unterschiedliche Aufstiege, die jedoch alle ans gleiche Ziel führen. Am Gipfel wird man mit einem traumhaften Panorama für die Strapazen belohnt. Im oberen Teil kann man die Abfahrt frei wählen, unten verläuft sie dann entlang der wenig befahrenen Forststraße.
Mein Tipp: Eventuell bis in das Frühjahr warten und dann den Firn in großen, weiten Zügen genießen.
Schwierigkeit: mittel
Dauer: 3,5 Stunden
Höhendifferenz: 1.250 Höhenmeter

Tour auf das Kleine Mosermandl
Wenn mir im Frühjahr der Sinn nach einer anspruchsvollen Tour im Lungau, Salzburgs südlichster Region, steht, dann ist das Kleine Mosermandl über das Urbankar sehr oft meine erste Wahl. Man sollte jedoch schon sehr geübt sein, denn klein heißt in diesem Fall auf keinen Fall harmlos oder leicht. Wenn die Bedingungen hier passen (am besten Firn), dann ist diese Tour ein absoluter Traum. Los geht’s in Zederhaus, direkt am Parkplatz beim Tauerntunnel-Südportal auf 1.330 Metern. Über die Muhrenalm und die Kößlerhiasalm geht man ins Urbankar hinein, bevor man über einen sehr steilen Hang in unmittelbarer Nähe einer Felswand aufsteigt. Über das ebenfalls sehr steile Tal zwischen Kleinem Mosermandl und Schliererspitz führt der Weg auf eine Hochebene, auf der man schließlich die Hänge hinauf zum Gipfel erreicht. Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute.
Mein Tipp: Früh aufbrechen, damit die ostseitigen Hänge im Urbankar nicht zu sehr auffirnen.
Schwierigkeit: schwer
Dauer: 6 Stunden
Höhendifferenz: 1.250 Höhenmeter


23. Januar 2020
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