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Länderübergreifender Schulterschluss zum Jubiläum von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“

20. März 2017

Es war am Heiligen Abend 1818, als in Oberndorf im SalzburgerLand das heute berühmteste Weihnachtslied der Welt „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ zum ersten Mal erklang. Die Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte des Liedes reicht aber auch bis nach Oberösterreich und Tirol. Grund genug für die drei Bundesländer, ihre Kräfte zu bündeln, um das Lied gemeinsam als internationale Friedensbotschaft zu positionieren und diese mit konkreten Angeboten in der Heimat des Weihnachtsliedes auch erfahrbar zu machen.

Kein Weihnachtsabend, an dem nicht rund um den Erdball „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ erklingt. Rund zwei Milliarden Menschen singen und spielen das Lied am Heiligen Abend, es wurde in mehr als 300 Sprachen und Dialekte übersetzt. Dass das bekannteste Weihnachtslied der Welt aus Österreich stammt, wissen hingegen nur wenige Menschen. „Das 200-Jahr-Jubiläum von ‚Stille Nacht! Heilige Nacht‘ ist ein schöner Anlass, um das Lied als internationale Friedensbotschaft zu positionieren, die ihren Ursprung bei uns hat“, erklärten Salzburgs Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer und seine Amtskollegen aus Oberösterreich und Tirol, Dr. Josef Pühringer und Günther Platter, anlässlich eines gemeinsamen Treffens.

Weil die Geschichte des Liedes und seiner Verbreitung wesentlich mit Salzburg, Oberösterreich und Tirol verbunden ist, haben die drei Bundesländer eine Allianz geschmiedet, um gemeinsam die Geschichte und Bedeutung dieser Friedensbotschaft den Menschen – insbesondere der Jugend – in aller Welt näher zu bringen. „Wir haben mit ‚Stille Nacht! Heilige Nacht!‘ eine internationale Marke, die wir gemeinsam stärken wollen“, betonte Pühringer. Und Platter nannte einen weiteren Aspekt der gemeinsamen Agenda: „Eine große Chance liegt darin, dass ‚Stille Nacht! Heilige Nacht!‘ von der UNESCO den Status als internationales immaterielles Welterbe der Menschheit erhält.“ Alle drei Bundesländer unterstützen diese Bemühungen.

Viele Anknüpfungspunkte, viele Chancen
Mit gleich sieben Stille-Nacht-Gemeinden, die eng mit dem Weihnachtslied verbunden sind, wird sich das SalzburgerLand an den gemeinsamen Aktivitäten beteiligen. Am Weihnachtstag des Jahres 1818 erklang das Lied erstmals in der Kirche St. Nikola in Oberndorf bei Salzburg. Der Priester Joseph Mohr, geboren in der Stadt Salzburg, hatte den Text zwei Jahre zuvor in Mariapfarr im Lungau geschrieben, wo er Koadjutor war. 1817 trat er den Dienst in Oberndorf an, wo sich seine Wege mit Franz Xaver Gruber, dem Komponisten des Liedes, kreuzten.

Gruber, geboren in der Stille-Nacht-Gemeinde Hochburg Ach im heutigen Oberösterreich, war in Arnsdorf bei Oberndorf Lehrer, Mesner und Organist. Hintersee und Wagrain waren weitere Stationen im Leben von Mohr. Die Stadt Hallein ist wiederum mit Gruber eng verbunden, wo er auch begraben ist.

Die Verbindung nach Tirol kam über den Orgelbauer Carl Mauracher zustande: Er reparierte Grubers Orgel in Arnsdorf und brachte von seinem Besuch das Weihnachtslied ins Zillertal mit. Die dort ansässigen Sängerfamilien Rainer und Strasser verbreiteten „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ bei ihren vielen Reisen durch Europa und legten so den Grundstein für die weltweite Bekanntheit.

Reisen zu den Originalschauplätzen
All diese Anknüpfungspunkte an die Entstehungsgeschichte und die Originalschauplätze haben das Potenzial, nationale und internationale Gäste für die Heimat des Weihnachtsliedes zu interessieren. „Wir wollen länderübergreifend neue Angebote und Besuchsprogramme entwickeln und die wunderbare Geschichte dieses Liedes erlebbar machen“, sind sich die Geschäftsführer von SalzburgerLand Tourismus, Oberösterreich Tourismus und Tirol Werbung, Leo Bauernberger, Andreas Winkelhofer und Josef Margreiter, einig. „Das Jubiläum ist eine einmalige Chance, das Lied national und international nachhaltig mit dem österreichischen Musikerbe zu verknüpfen und so Impulse für Reisemotive vor allem in der Vorweihnachtszeit zu setzen.“